Tencent stellt Divot vor: Neuer Video-Tokenizer zur Verbesserung des Verständnisses und der Generierung von Videos
Mindverse News
KI-gestützt erstellt 3 Quellen Arbeitsweise
// Inhalt · 7 Abschnitte
In der Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) schreitet die Entwicklung von multimodalen großen Sprachmodellen (MLLMs) rasant voran. Diese Modelle ermöglichen es, Text und Bilder zu verstehen und zu generieren. Ein neuer Schritt in diese Richtung ist die Erweiterung dieser Fähigkeiten auf Videos. Tencent hat mit Divot einen vielversprechenden Ansatz vorgestellt, der die Brücke zwischen Videodaten und Sprachmodellen schlägt.
Die Herausforderung der Videoverarbeitung
Videos stellen aufgrund ihrer komplexen räumlichen und zeitlichen Dynamik eine besondere Herausforderung für KI-Modelle dar. Ein effizienter Video-Tokenizer, der die Essenz eines Videos in eine für Sprachmodelle verständliche Form übersetzt, ist der Schlüssel zur Lösung. Bisherige Ansätze mit diskreten Token, die einzelne Frames oder Bewegungen repräsentieren, haben zwar die Videogenerierung vereinfacht, aber gleichzeitig das Verständnis der multimodalen Zusammenhänge beeinträchtigt.
Divot: Ein diffusionsbasierter Ansatz
Tencent setzt mit Divot auf einen diffusionsbasierten Ansatz. Divot nutzt einen Diffusionsprozess für selbstüberwachtes Lernen von Videorepräsentationen. Das Prinzip dahinter ist einfach: Wenn ein Diffusionsmodell in der Lage ist, verrauschte Videoclips anhand der von Divot erzeugten Features zu entrauschen, dann hat Divot die relevanten räumlichen und zeitlichen Informationen erfolgreich extrahiert. Das Diffusionsmodell dient dabei nicht nur als Lernhilfe für den Tokenizer, sondern auch als "De-Tokenizer", der die Videorepräsentationen zurück in realistische Videoclips übersetzen kann.
Die Architektur von Divot
Divot besteht aus einem vortrainierten Vision Transformer (ViT) Encoder, einem räumlich-zeitlichen Transformer und einem Perceiver Resampler. Diese Komponenten extrahieren Videorepräsentationen aus den Videoframes. Die Repräsentationen dienen dann als Grundlage für ein vortrainiertes Video-Diffusionsmodell (DynamiCrafter), das den Rauschanteil in den latenten Repräsentationen der Videoframes vorhersagt. Nach dem Training kann das Diffusionsmodell realistische Videoclips aus Rauschen generieren, indem es die von Divot bereitgestellten Videorepräsentationen als Bedingung verwendet.
Divot-LLM: Videos und Sprache vereint
Um das Verständnis und die Generierung von Videos in einem einzigen Framework zu ermöglichen, kombiniert Tencent Divot mit einem großen Sprachmodell (Mistral-7B) zu Divot-LLM. Für das Videoverständnis wird Divot-LLM mit einem Next-Word-Prediction-Ziel auf Video-Caption-Daten trainiert. Die Herausforderung besteht darin, die kontinuierlichen Videorepräsentationen für die Videogenerierung mit dem LLM zu modellieren. Hierfür verwendet Tencent ein Gaußsches Mischmodell (GMM), um die Verteilung der Videofeatures abzubilden. Das LLM lernt, die GMM-Parameter vorherzusagen, und während der Inferenz werden Stichproben aus der vorhergesagten GMM-Verteilung gezogen, um Videos mithilfe des De-Tokenizers zu dekodieren.
Beeindruckende Ergebnisse und zukünftiges Potenzial
Erste Tests von Divot-LLM zeigen vielversprechende Ergebnisse im Bereich Videoverständnis und Zero-Shot-Videogenerierung. Durch die Anpassung an spezifische Animationsdatensätze ermöglicht Divot-LLM sogar das "Video-Storytelling", bei dem zusammenhängende Erzählungen und dazugehörige Videos generiert werden. Das Potenzial von Divot ist enorm und eröffnet neue Möglichkeiten für die Interaktion mit und die Erstellung von Videomaterial durch KI.
Divot und Mindverse: Eine starke Kombination
Die Entwicklung von Divot unterstreicht die rasante Entwicklung im Bereich der multimodalen KI. Für Unternehmen wie Mindverse, die sich auf KI-gestützte Content-Erstellung spezialisiert haben, bieten solche Innovationen spannende Möglichkeiten. Die Integration von fortschrittlichen Video-Tokenizern wie Divot in die Mindverse-Plattform könnte die Erstellung von Videoinhalten revolutionieren und Nutzern völlig neue Wege eröffnen, ihre kreativen Visionen umzusetzen.
Ausblick
Divot steht noch am Anfang seiner Entwicklung, aber die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend. Die Kombination aus Diffusionsmodellen und großen Sprachmodellen eröffnet neue Horizonte für das Verständnis und die Generierung von Videos. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Technologie weiterentwickelt und welche Anwendungen in Zukunft daraus entstehen.
Bibliographie:
- Ge, Y., Li, Y., Ge, Y., & Shan, Y. (2024). Divot: Diffusion Powers Video Tokenizer for Comprehension and Generation. arXiv preprint arXiv:2412.04432.
- https://github.com/TencentARC/Divot
- https://arxiv.org/html/2412.04432v1
//Nächster Artikel
Deutschland & EU
Apertus 1.5 im Detail: Technische Architektur, multimodales Training und Governance der offenen Schweizer KI-ModelleDie Swiss AI Initiative dokumentiert Apertus 1.5: Multimodale Early-Fusion, 262k Kontext, Thinking Mode und EU-AI-Act-konforme Evaluierung für Unternehmen.

// Artikel teilen
Mehr zu KI aus China
Alle KI aus China-News- Autonome KI-Agenten im Praxistest: Wie Forscher eine chinesische Agenten-Flotte aufspürten und kontaktierten
Forscher identifizieren KI-Agenten auf Tencent Cloud, die Schutzmechanismen von Amap umgehen, und treten per verdecktem Text mit ihnen in Kontakt.
- Kürzere Denkketten in hybriden Sprachmodellen: Wie ein Beta-Gate das RL-Reasoning von Qwen3.5-4B beschleunigt
Ein trainierbares Beta-Gate in Qwen3.5-4B senkt den Token-Verbrauch beim RL-Reasoning um bis zu 82 Prozent bei höherer Genauigkeit. Analyse der Methodik.
- Atomic Machines präsentiert Matter Compiler: KI-gestützte Fertigung für Mikromaschinen im Praxistest
Atomic Machines stellt mit dem Matter Compiler eine KI-gesteuerte Fabrik für Mikromaschinen und das Relais PrimeSwitch für KI-Rechenzentren vor.
- PrunaAI beschleunigt Qwen Image 2.1 mit neuen LoRA Adaptern
PrunaAI beschleunigt Qwen-Image-2.1: Mit neuen LoRA-Adaptern gelingt die Bildgenerierung und -bearbeitung in nur 5 bis 8 Schritten – bis zu 6,3-mal schneller.
// Dranbleiben
Mindverse News folgen
Neue Meldungen erhalten Sie über unseren RSS-Feed oder auf LinkedIn.
Passend dazu in Mindverse Studio
- KI-Chat mit allen führenden ModellenGPT, Claude und Gemini in einer Oberfläche — mit Websuche und Quellenangaben.
- Eigene Modelle und Assistenten trainierenBilden Sie einen digitalen Marken-Experten auf Ihrem Wissen aus.
- Videos mit KI erstellenVon der Idee zum fertigen Clip — Videogenerierung direkt in Studio.
Recherchieren Sie KI-News wie diese selbst — mit Mindverse Studio.
7 Tage kostenlos testen — ohne Kreditkarte, mit 200 Credits. Für Fragen zur Umsetzung buchen Sie eine persönliche Demo.
//Chronik
Aus dem Archiv · rund um den 10. Dezember 2024
← Davor erschienen