SUSE präsentiert neue IoT-Plattform für industrielle Anwendungen
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KI-gestützt erstellt 10 Quellen Arbeitsweise
Das Wichtigste in Kürze
- SUSE hat mit "SUSE Industrial Edge" eine IoT-Plattform für industrielle Umgebungen vorgestellt.
- Die Plattform basiert auf der Technologie von Losant, einem im Februar 2026 von SUSE übernommenen Unternehmen.
- "SUSE Industrial Edge" zielt darauf ab, operative Daten und Unternehmensintelligenz in industriellen Umgebungen zu vereinheitlichen.
- Die Lösung ist protokollagnostisch und ermöglicht die Integration unterschiedlicher Datenquellen.
- Ein Fokus liegt auf Low-Code-Workflows und zentralisierten Dashboards zur Prozessoptimierung.
- SUSE plant, die Losant-Technologie als Open Source bereitzustellen und sich in der Margo-Initiative für Standardisierung zu engagieren.
// Inhalt · 5 Abschnitte
Die digitale Transformation in der Industrie schreitet mit hohem Tempo voran. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die zunehmende Menge an Daten, die von Maschinen, Sensoren und Systemen generiert werden, effizient zu nutzen. In diesem Kontext hat SUSE, ein Anbieter von Open-Source-Lösungen, mit "SUSE Industrial Edge" eine spezialisierte IoT-Plattform für industrielle Anwendungen vorgestellt. Dieses Angebot soll die Lücke zwischen operativen Technologien (OT) und Informationstechnologien (IT) schließen und eine umfassende Lösung für die Datenverarbeitung am Edge bieten.
Die strategische Neuausrichtung durch Losant
Die Einführung von "SUSE Industrial Edge" folgt der strategischen Übernahme von Losant im Februar 2026. Losant, eine Plattform für das Industrial Internet of Things (IIoT), erweitert SUSEs bestehendes Edge-Portfolio und ermöglicht es dem Unternehmen, nun auch den "Tiny Edge" zu adressieren. Der Tiny Edge bezeichnet die Ebene, auf der grundlegende Daten von Sensoren und Geräten erzeugt werden. Durch die Integration der Losant-Technologie kann SUSE eine End-to-End-Lösung anbieten, die operative Daten und Unternehmensintelligenz in industriellen Umgebungen zusammenführt.
Die Losant-Architektur bringt dabei zentrale Bausteine mit, die für die Verarbeitung und Analyse von Daten am Edge unerlässlich sind. Dazu gehören unter anderem:
- Loadbalancer (Nginx)
- Nachrichtensysteme (MQTT, RabbitMQ)
- Datenbanken (MongoDB, TimescaleDB, Redis)
- Eine Komponente zur Verwaltung und Visualisierung von Arbeitsabläufen
Diese Komponenten bilden das Fundament, auf dem "SUSE Industrial Edge" aufbaut. SUSE selbst verfügt bereits über Erfahrungen in der Optimierung von Anwendungen für kleine Geräte, beispielsweise durch "SUSE Edge", das sich bisher primär auf den Telekommunikationssektor konzentrierte.
Herausforderungen im industriellen IoT und die Lösungsansätze von SUSE
Die Fragmentierung der IoT-Landschaft
Eine der zentralen Herausforderungen im industriellen IoT ist die hohe Heterogenität der Systeme. Viele IoT-Installationen sind historisch gewachsen, und unterschiedliche Produktionslinien, Gebäude oder Standorte nutzen eigene Protokolle, Dashboards und Datenmodelle. Diese Fragmentierung erschwert eine einheitliche Datenerfassung und -analyse erheblich. "SUSE Industrial Edge" zielt darauf ab, diese Fragmentierung zu reduzieren, indem es Daten aus verschiedenen Quellen normalisiert und in einer einheitlichen Sicht verfügbar macht.
Protokollagnostische Architektur
Die Plattform ist protokollagnostisch konzipiert, was bedeutet, dass sie unabhängig von spezifischen Kommunikationsstandards funktioniert. Dies ermöglicht die nahtlose Anbindung und Verarbeitung von Daten aus diversen Quellen, darunter:
- OPC UA
- Siemens- und Beckhoff-Systeme
- HLK-Systeme (Heizung, Lüftung, Klima)
- Retail-Kioske
- Schiffsmotoren
Diese universelle Kompatibilität soll den Integrationsaufwand für Operationsteams reduzieren und einen schnelleren Zugriff auf verwertbare Echtzeitdaten ermöglichen.
Funktionalitäten und Vorteile für Unternehmen
"SUSE Industrial Edge" bietet eine Reihe von Funktionen, die darauf abzielen, die Effizienz und Transparenz in industriellen Prozessen zu erhöhen:
- Vereinfachte operative Logik: Eine No-Code/Low-Code Visual Workflow Engine ermöglicht es operativen Teams, Prozesse ohne umfangreiche Programmierkenntnisse zu entwerfen, bereitzustellen und anzupassen.
- Zentralisierte Transparenz: Multi-Level, Single Pane of Glass Dashboards bieten eine umfassende Überwachung über alle Linien und Standorte hinweg.
- Vorgefertigte Anwendungsvorlagen: Diese ermöglichen einen schnellen Start für gängige industrielle Szenarien.
- Einfache Integration: Die Plattform unterstützt die nahtlose Anbindung an bestehende Enterprise-IT-Systeme.
Diese Fähigkeiten sollen Unternehmen in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen auf Basis von Echtzeitdaten zu treffen, Anomalien frühzeitig zu erkennen und die Anlagenleistung zu optimieren. Beispiele für Anwendungsfälle sind die vorausschauende Wartung, Qualitätskontrolle oder die Optimierung von Lieferketten.
Integration von KI und Open Source
Ein wesentlicher Aspekt der langfristigen Vision von SUSE ist die Integration von KI-Funktionen in die IoT-Welt. Die Kombination von "SUSE Industrial Edge" mit SUSE AI soll die Entwicklung intelligenter Edge-Workloads ermöglichen. Denkbar sind hierbei:
- Agentenbasierte KI zur Verbesserung von Arbeitsabläufen.
- Chatbot-basierte Datenanalysen und die Generierung managementtauglicher Kennzahlen.
Zudem bekräftigt SUSE sein Engagement für Open Source. Es ist geplant, die Losant-Technologie als Open Source bereitzustellen und sich in der Linux Foundation Margo Initiative zu engagieren. Diese Initiative fördert die offene Interoperabilität und Standardisierung in der industriellen Edge-Automatisierung. Die Teilnahme am Margo Steering Committee und die Bereitstellung der Losant-Technologie als Open Source unterstreichen SUSEs Bestreben, die Standardisierung globaler Schnittstellen zu beschleunigen und das Margo-Ökosystem zu erweitern.
Ausblick
Die Einführung von "SUSE Industrial Edge" positioniert SUSE als Anbieter einer umfassenden Plattform für das industrielle IoT. Die Kombination aus vorhandener Edge-Infrastruktur, der Losant-Technologie und dem Engagement für Open Source und KI soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre operativen Prozesse zu modernisieren, die Effizienz zu steigern und sich an die Anforderungen der Industrie 4.0 anzupassen.
Die Relevanz solcher Plattformen wird durch aktuelle Prognosen untermauert, die besagen, dass sich IoT-Endpunkte zu KI-Endpunkten entwickeln werden, angetrieben durch kosteneffiziente Konnektivitäten. Dies könnte den größten Geräte-Aktualisierungszyklus seit einem Jahrzehnt auslösen und den Edge zu einer zentralen Ausführungsschicht für Leistung und Skalierbarkeit machen. Die Entwicklung hin zu halbautonomen, KI-gesteuerten Industriesystemen erfordert integrierte Lösungen, wie sie "SUSE Industrial Edge" anzubieten versucht.
Bibliographie
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- SUSE übernimmt die IIoT-Plattform Losant. (2026, 20. Februar). iavcworld.de. Abgerufen am 14. Mai 2026 von https://www.iavcworld.de/digitalisierung/11550-suse-uebernimmt-die-iiot-plattform-losant.html
- SUSE übernimmt IIoT-Plattform Losant für offene Prozessautomatisierung am Edge. (o. D.). SUSE. Abgerufen am 14. Mai 2026 von http://www.suse.com/de-de/news/suse-acquires-losant/
- Suse Industrial Edge Suse stellt eigene IoT-Plattform vor. (2026, 24. April). embedded-software-engineering.de. Abgerufen am 14. Mai 2026 von https://www.embedded-software-engineering.de/suse-stellt-eigene-iot-plattform-vor-a-6f0a3aea7af8c23a2742c1097929c97f/
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