Neue Regelungen zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten in China
Mindverse News
KI-gestützt erstellt 8 Quellen Arbeitsweise
Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte tritt in China in Kraft
Ab dem 1. September 2025 müssen in China KI-generierte Inhalte klar gekennzeichnet werden. Diese neue Regelung betrifft diverse Medienformate, darunter Texte, Bilder, Audio- und Videodateien. Die chinesische Cyberspace-Verwaltung (CAC) hat diese Richtlinie erlassen, um die Verbreitung von Fehlinformationen und den Missbrauch von Künstlicher Intelligenz einzudämmen. Auch Betreiber von App Stores, wie Apple und Google, sind von der neuen Regelung betroffen und müssen sicherstellen, dass die angebotenen Apps den Kennzeichnungsvorgaben entsprechen.
Die Kennzeichnungspflicht sieht vor, dass KI-generierte Inhalte sowohl explizit als auch implizit markiert werden müssen. Das bedeutet, dass beispielsweise bei einem KI-generierten Bild ein sichtbares Wasserzeichen oder ein Symbol integriert werden muss, das den Ursprung des Bildes deutlich macht. Zusätzlich müssen in den Metadaten des Inhalts entsprechende Informationen hinterlegt werden. Die genauen Methoden zur Kennzeichnung müssen von den Anbietern der jeweiligen Dienste in ihren Nutzungsbedingungen transparent dargelegt werden.
Hintergrund und internationale Entwicklungen
Die neuen Regelungen bauen auf bestehenden Vorschriften zum Umgang mit KI-generierten Inhalten in China auf und sollen diese präzisieren. China ist nicht das einzige Land, das auf die rasanten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz mit neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen reagiert. Auch die Europäische Union arbeitet mit dem AI Act an einer umfassenden Regulierung von KI-Systemen.
Die Einbeziehung der App Stores in die Kennzeichnungspflicht unterstreicht die Bedeutung, die die chinesischen Behörden diesem Thema beimessen. App-Store-Betreiber sind verpflichtet, vor der Veröffentlichung einer App zu prüfen, ob diese KI-Funktionen beinhaltet und ob die vorgeschriebene Kennzeichnung implementiert wurde. Damit soll sichergestellt werden, dass die neuen Vorgaben flächendeckend umgesetzt werden.
Ausnahmen, Strafen und Übergangsfrist
Die neuen Vorschriften sehen unter bestimmten Bedingungen Ausnahmen von der Kennzeichnungspflicht vor. Gleichzeitig ist es untersagt, bestehende Kennzeichnungen zu entfernen oder zu verschleiern. Auch das fälschliche Kennzeichnen von menschlich erstellten Inhalten als KI-generiert ist strafbar.
Die genauen Strafen bei Verstößen gegen die Kennzeichnungspflicht sind bisher noch nicht bekannt. Um Unternehmen die Möglichkeit zu geben, die notwendigen technischen Anpassungen vorzunehmen, ist ab dem 1. September 2025 eine sechsmonatige Übergangsfrist vorgesehen.
Die Umsetzung und die Auswirkungen der neuen Kennzeichnungspflicht werden in den kommenden Monaten genau beobachtet werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Regelungen auf die Entwicklung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in China auswirken werden und welche internationalen Standards sich im Umgang mit KI-generierten Inhalten etablieren werden.
Quellen:
- https://www.it-boltwise.de/china-fuehrt-kennzeichnungspflicht-fuer-ki-inhalte-ein.html
- https://social.heise.de/@heiseonline/114201026915591464
- https://news.bitcoin.com/de/china-beginnt-im-september-mit-der-durchsetzung-der-kennzeichnung-von-ki-inhalten/
- https://www.threads.net/@heiseonline/post/DHeahLwsv8A
- https://grafa.com/news/de-cryptocurrencies-china-mandates-ai-content-labeling-by-september-401245
- https://www.1e9.community/future-feed/china-plant-pflicht-zur-kennzeichnung-von-ki-inhalten
- https://www.aibase.com/de/news/16306
- https://matthias.guru/2025/03/21/ki-inhalte-muessen-in-china-ab-september-gekennzeichnet-werden/
//Nächster Artikel
Deutschland & EU
Apertus 1.5 im Detail: Technische Architektur, multimodales Training und Governance der offenen Schweizer KI-ModelleDie Swiss AI Initiative dokumentiert Apertus 1.5: Multimodale Early-Fusion, 262k Kontext, Thinking Mode und EU-AI-Act-konforme Evaluierung für Unternehmen.

// Artikel teilen
Mehr zu KI aus China
Alle KI aus China-News- Autonome KI-Agenten im Praxistest: Wie Forscher eine chinesische Agenten-Flotte aufspürten und kontaktierten
Forscher identifizieren KI-Agenten auf Tencent Cloud, die Schutzmechanismen von Amap umgehen, und treten per verdecktem Text mit ihnen in Kontakt.
- Kürzere Denkketten in hybriden Sprachmodellen: Wie ein Beta-Gate das RL-Reasoning von Qwen3.5-4B beschleunigt
Ein trainierbares Beta-Gate in Qwen3.5-4B senkt den Token-Verbrauch beim RL-Reasoning um bis zu 82 Prozent bei höherer Genauigkeit. Analyse der Methodik.
- Atomic Machines präsentiert Matter Compiler: KI-gestützte Fertigung für Mikromaschinen im Praxistest
Atomic Machines stellt mit dem Matter Compiler eine KI-gesteuerte Fabrik für Mikromaschinen und das Relais PrimeSwitch für KI-Rechenzentren vor.
- PrunaAI beschleunigt Qwen Image 2.1 mit neuen LoRA Adaptern
PrunaAI beschleunigt Qwen-Image-2.1: Mit neuen LoRA-Adaptern gelingt die Bildgenerierung und -bearbeitung in nur 5 bis 8 Schritten – bis zu 6,3-mal schneller.
// Dranbleiben
Mindverse News folgen
Neue Meldungen erhalten Sie über unseren RSS-Feed oder auf LinkedIn.
Passend dazu in Mindverse Studio
Recherchieren Sie KI-News wie diese selbst — mit Mindverse Studio.
7 Tage kostenlos testen — ohne Kreditkarte, mit 200 Credits. Für Fragen zur Umsetzung buchen Sie eine persönliche Demo.
//Chronik
Aus dem Archiv · rund um den 23. März 2025
← Davor erschienen