Microsofts Recall kehrt zurück: Startschuss für eine verbesserte Ära der CoPilot+-PCs
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Microsoft bringt KI-Feature Recall zurück: Eine neue Ära für CoPilot+-PCs?
Einleitung
Im Oktober dieses Jahres wird Microsofts umstrittenes KI-Feature "Recall" erneut für CoPilot+-PCs eingeführt. Nach einer Phase intensiver Überarbeitung und Verbesserung soll die Funktion zunächst nur für Windows Insider verfügbar sein. Was genau ist Recall und warum ist diese Funktion so umstritten? Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe und die geplanten Sicherheitsmaßnahmen.Die Geschichte von Recall
Recall ist eine KI-gestützte Funktion, die automatisch Screenshots des Bildschirminhalts erstellt und diese analysiert. Diese Informationen werden dann in einer durchsuchbaren Datenbank gespeichert, sodass Nutzer auf frühere Bildschirminhalte zugreifen können. Die Idee dahinter ist, dass man Informationen, die man einmal gesehen hat, leicht wiederfinden kann, ohne sich an den genauen Kontext erinnern zu müssen. Die Funktion wurde erstmals im Mai 2024 auf einem Launch-Event vor der Entwicklerkonferenz Microsoft Build vorgestellt. Doch schon bald nach der Ankündigung traten massive Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit auf. Kritiker warnten, dass die gespeicherten Daten ein enormes Sicherheitsrisiko darstellen könnten.Rückzug und Überarbeitung
Aufgrund der massiven Kritik entschied sich Microsoft im Juni 2024, Recall aus der ersten Version des Windows 11 24H2 Preview Builds zurückzuziehen. Das Unternehmen kündigte an, die Funktion weiter zu testen und zu verbessern, bevor sie erneut eingeführt wird. Diese Tests sollen nun im Oktober 2024 beginnen, zunächst exklusiv für Teilnehmer des Windows Insider Programms.Verbesserte Sicherheitsmaßnahmen
Um den Datenschutzbedenken gerecht zu werden, hat Microsoft umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen implementiert. Diese beinhalten: - Verschlüsselung der gespeicherten Screenshots - Authentifizierung über Windows Hello - Opt-In-Funktionalität, sodass Nutzer die Funktion manuell aktivieren müssen Darüber hinaus sollen Administratoren in verwalteten Umgebungen die Möglichkeit haben, die Funktion zentral zu deaktivieren, jedoch nicht zu aktivieren. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass nur autorisierte Nutzer Zugriff auf die gespeicherten Daten haben.Technische Details und Nutzung
Recall erstellt alle fünf Sekunden einen Screenshot des Bildschirms, wenn sich der Inhalt ändert. Diese Screenshots werden lokal gespeichert und analysiert. Die Analyse ermöglicht es, nach Text und Bildern in natürlicher Sprache zu suchen. Nutzer können beispielsweise nach "Ziegenkäse-Pizza" suchen und Recall wird sowohl Text- als auch visuelle Übereinstimmungen anzeigen. Für die Nutzung von Recall sind bestimmte Systemanforderungen notwendig: - Ein Copilot+-PC - 16 GB RAM - 8 logische Prozessoren - 256 GB Speicherkapazität - Mindestens 50 GB freier Speicherplatz zur Aktivierung Die Screenshots werden automatisch angehalten, wenn das Gerät über weniger als 25 GB freien Speicherplatz verfügt.Datenschutz und ethische Bedenken
Trotz der verbesserten Sicherheitsmaßnahmen bleiben Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes bestehen. Kritiker argumentieren, dass die Funktion ein potenzielles Überwachungsinstrument darstellt. Die Tatsache, dass alle Bildschirminhalte gespeichert und durchsuchbar gemacht werden, könnte zu Missbrauch führen, insbesondere in sensiblen Umgebungen wie Unternehmensnetzwerken oder privaten Haushalten. Microsoft betont jedoch, dass alle Daten lokal auf dem Gerät gespeichert und nur von autorisierten Nutzern zugänglich sind. Dennoch bleibt die Frage, ob diese Maßnahmen ausreichen, um das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen.Fazit
Die Wiedereinführung von Recall im Oktober markiert einen wichtigen Schritt für Microsoft und die Zukunft von CoPilot+-PCs. Die Funktion bietet zweifellos interessante Möglichkeiten, den Arbeitsalltag zu erleichtern, indem sie eine durchsuchbare Datenbank aller Bildschirminhalte erstellt. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob die implementierten Sicherheitsmaßnahmen ausreichen, um die Datenschutzbedenken der Nutzer zu zerstreuen. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie die Funktion von den Windows Insidern aufgenommen wird und ob sie letztlich für die breite Masse der Nutzer verfügbar gemacht wird. Microsoft steht vor der Herausforderung, das Gleichgewicht zwischen Innovation und Datenschutz zu wahren.Bibliography
- https://www.drwindows.de/news/windows-recall-soll-ab-oktober-wieder-getestet-werden-aber-mit-wem
- https://www.connect.de/news/microsoft-recall-comeback-windows-11-copilot-3206649.html
- https://www.hardwareluxx.de/index.php/news/software/betriebssysteme/64271-recall-vom-recall-copilot-funktion-kommt-im-oktober-zur%C3%BCck.html
- https://support.microsoft.com/de-de/windows/verfolgen-sie-ihre-schritte-mit-recall-aa03f8a0-a78b-4b3e-b0a1-2eb8ac48701c
- https://www.computerbase.de/forum/threads/sicherheitsfiasko-bei-recall-microsoft-will-mit-opt-in-und-verschluesselung-nachbessern.2198826/
- https://www.pcwelt.de/article/2434653/windows-recall-geht-im-oktober-in-die-zweite-runde.html
- https://www.heise.de/newsticker/it/
- https://www.borncity.com/blog/2024/06/14/windows-11-copilotpc-kommt-vorerst-ohne-recall/
- https://www.golem.de/news/windows-ki-microsoft-nennt-datum-fuer-recall-verfuegbarkeit-2408-188265.html
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